Thema ‘Allgemein’

Stadtspaziergang: Das Bohnenviertel – ein Quartier zwischen Idylle und Großstadt

Mai 2018

Das Bohnenviertel – zwischen Charlottenplatz und Leonhardsplatz im Herzen von Stuttgart gelegen – ist der einzig erhaltene Teil der historischen Stuttgarter Altstadt. Obwohl mitten in der Stadt gelegen, findet man hier lauschige Hinterhöfe, urige Kneipen, Beschaulichkeit und Ruhe.

Doch der Schein trügt: viele Leute im Quartier haben nur ein geringes Einkommen und die Prostitution aus dem benachbarten Leonhardsviertel macht auch vor dem Bohnenviertel nicht Halt. Hinzu kommen städtebauliche Sünden, aber auch Versuche, dem entgegen zu steuern.

Die Führung zeigt die verschiedenen Facetten des Viertels auf. Bitte denken Sie an bequeme Schuhe, da es über Kopfsteinpflaster geht. Stadtführer ist Robert Tetzlaff

Termin: Samstag, 26.05.2018, 15 Uhr. Treffpunkt: Planie, vor dem Eingang der IFA-Galerie (bei der Haltestelle Charlottenplatz). Dauer: ca. 2 Stunden. Teilnahmegebühr: 10,00 EUR pro Person (vor Ort zahlbar)

Anmeldung erbeten unter 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de, aber nicht zwingend.

Für Gruppen kann gerne auch ein Extra-Termin vereinbart werden.

Hier ein Blick auf  verschiedene Facetten des Bohnenviertels:

Bistro Brenner (Brennerstraße)

Blick auf die Leonhardskirche

Weinstube Stetter

 

10. Mai 2018 – 85. Jahrestag der Bücherverbrennung

April 2018

Am 10. Mai 1933 fand im Rahmen der Aktion „Wider den undeutschen Geist“ auf dem Opernplatz in Berlin eine massenhafte Verbrennung von Büchern statt, deren Inhalt und/oder deren Autoren/-innen wegen ihrer Abstammung von dem neuen Regime geächtet wurden. Viele dieser Schriftsteller/-innen mussten Deutschland verlassen, um überleben zu können.

Auch nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde viele von ihnen nicht „wiederentdeckt“ und sind bis heute fast vergessen. Dies gilt z. B. für Gina Kaus und Hans Sahl ebenso wie für Walter Mehring. Und natürlich gilt das auch für viele andere!

Das Verbrennen missliebiger Bücher ist auch heute noch eine gerne benützte Waffe nicht nur in Diktaturen oder Scheindemokratien. Eine Bücherverbrennung ist immer ein Zeichen von Intoleranz und letztlich auch Schwäche. Oft dient die Verbrennung von Büchern als Vorspiel für die Verfolgung von Autoren/-innen. Davon können aktuell nicht nur Schriftsteller/-innen in der Türkei ein Lied singen.

Wir können heute nicht sagen: Wehret den Anfängen! Dafür ist es heute bereits zu spät, bei uns und anderswo. Jetzt ist ein energisches STOPP

c: panthermedia.net/nito500

angesagt!

Stadtspaziergang: Der Hoppenlau-Friedhof

April 2018

c: Robert Tetzlaff

Der Hoppenlau-Friedhof direkt in der Stadtmitte zählt zu den schönsten und interessantesten Friedhöfen in Stuttgart. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie z. B. der Dichter Gustav Schwab oder die Scherenschneiderin Luise Duttenhofer haben dort ihre letzte Ruhe gefunden. Weniger bekannt ist, dass auch ein Israelitischer Friedhofsteil dazu gehört. Hier wird auch ein Stück Geschichte der Begräbniskultur und des württembergischen Kulturlebens lebendig. Die Führung leitet Robert Tetzlaff, Veranstalter ist Buch & Plakat.

Treffpunkt: 15 Uhr beim Eingang zum Friedhof vor dem Max-Kade-Haus, Holzgartenstraße, 70174 Stuttgart (Haltestelle Liederhalle). Teilnahmegebühr: 10,00 EUR. Männer bitte Kopfbedeckung mitbringen!Anmeldung erbeten (aber nicht zwingend) unter 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de

Für Gruppen kann auch ein Extra-Termin vereinbart werden.

 

“Dies Lied ist geschrieben mit Blut, nicht Blei” – zum 75. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto

April 2018

Ghetto-Denkmal, Ostseite

Im April 2018 jährt sich zum 75. Mal der Beginn des Aufstands im Warschauer Ghetto. Leider haben vor allem die Bilder der Täter unsere Sicht der Wahrnehmung des Warschauer Ghettos und der dortigen Ereignisse geprägt.

Mit dieser Veranstaltung wird der mutige Kampf der Menschen im Warschauer Ghetto gegen die brutalen deutschen Besatzer in den Mittelpunkt gerückt und mit Zeitzeugenberichten und literarischen Texten (Gedichte und Prosa) kommen die Opfer und ihre Sicht zu Wort. Das Wort Primo Levis „Es ist geschehen, also kann es wieder geschehen“ soll als Mahnung dienen und den Blick für die Gegenwart schärfen.

Mit Barbara Stoll als Sprecherin und musikalischer Umrahmung durch Jerry Willingham. Textzusammenstellung: Monika Lange-Tetzlaff unter Mitarbeit von Robert Tetzlaff.

Diese Veranstaltung wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert. 

Veranstalter: Buch & Plakat Antiquariat und Agentur für Lesefreude, Kultur und Stadtgeschichte, Werastr. 49, 70190 Stuttgart

Termin: Samstag, 21.04.2018, 15 Uhr – Ort: Weinstube „Basta“, Wagnerstr. 39, 70182 Stuttgart-Mitte (Bohnenviertel)

Eintritt frei (evt. Verzehr im „Basta“ muss selbst getragen werden). Anmeldung erbeten, aber nicht zwingend unter 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de

Jüdische „Displaced Persons“ im Stuttgarter Westen: Das DP-Lager in der oberen Reinsburgstraße 1945 – 1949 – ein Stadtspaziergang

April 2018

Der Vormarsch der alliierten Truppen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges brachte in Etappen Häftlingen aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeiter/-innen die Freiheit. Viele hatten ihre ehemalige Heimat verloren und waren sogenannte „Displaced Persons“ geworden. Für sie schuf die alliierte Militärverwaltung Lager, in denen diese Holocaust-Überlebenden, die häufig traumatisiert waren, versorgt werden konnten.

Ein solches Lager befand sich u.a. in der oberen Reinsburgstraße in Stuttgart, was heute nu rnoch Personen wissen, die diese Zeit vor Ort miterlebt haben. Unbekannt geblieben ist auch die Geschichte des Auschwitz-Überlebenden Samuel (= Shmuel) Danziger, der einen Tag nach seiner Ankunft in diesem Lager bei einer Razzia von der deutschen Polizei erschossen wurde. Die Gebäude sind bis heute komplett erhalten, doch bis vor kurzem erinnerte nichts an ihre Geschichte. Dies ändert sich am Mittwoch, 11. April 2018, 17 Uhr mit der Einweihung einer Gedenktafel in der Grünanlage an der Ecke Reinsburgstraße/Rotenwaldstraße durch die Stadt Stuttgart .

Der Stadtspaziergang mit Robert Tetzlaff führt durch die Straßen des ehenmaligen Lagers im Stuttgarter Westen und erzählt seine Geschichte.

Termin: Samstag, 14.04.2018, 15 Uhr – Treffpunkt: VVS-Bushaltestelle Leipziger Platz (stadtauswärts) –  Teilnahmegebühr: 10,00 EUR/Person – Dauer: ca. 2 Stunden – Anmeldung erbeten, aber nicht zwingen unter Tel. 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de

Die Gänsheide und ihre Villen – ein Stadtspaziergang

März 2018

Dieser Stadtspaziergang ist ausgebucht! Sie können sich aber gerne bereits für den 22.09.2018, 15 Uhr anmelden!

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begannen vermögende Stuttgarter/-innen sich repräsentative Stadtvillen auf der Gänsheide zu errichten. Bald wurde die Gänsheide zum angesagten Wohngebiet der „Schönen und Reichen“. Verleger, Künstler und Mäzene haben dort ihre Spuren hinterlassen. Die Villen sind sehr unterschiedlich gestaltet, das reicht vom repräsentativen Landhaus bis zum eher urigen „Kanonenhäuschen“.

Hinweis: Die Villen können innen nicht besichtigt werden, da sie sich fast ausschließlich in Privatbesitz befinden und bewohnt sind. Den Stadtspaziergang leitet Robert Tetzlaff. 

Das Kanonenhäuschen

Treffpunkt: Stadtbahnhaltestelle „Bubenbad“ (stadtauswärts), Stadtbahn-Linie 15. Dauer ca. 2 Stunden, Teilnehmerbeitrag: 10 EUR/Person; Anmeldung beim Veranstalter erbeten, aber nicht zwingend.

Veranstalter: Buch & Plakat, Werastr. 49, 70190 Stuttgart, Tel. 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de

15. Ostermarkt in Stuttgart-Degerloch

März 2018

Kurz vor Ostern findet am Samstag, 24. März 2018 und Sonntag, 25. März 2018 wieder der beliebte Ostermarkt in der Alten Scheuer (Agnes-Kneher-Platz, Große Falterstr. 6 A) in Stuttgart-Degerloch statt, bei dem natürlich nicht nur Österliches, sondern auch Frühlingshaftes aller Art angeboten wird. Organisiert wird der Markt von Ina Krauss, die auch selbst mit einem Stand dabei ist. Das Angebot reicht von handgefärbten Garnen über Stofftaschen, Kinderkleidung, Holzarbeiten, Seifen bis zu Keramikobjekten. Auch wir sind mit einem interessanten Büchertisch und unseren Oster-Guckkästchen wieder dabei und freuen uns auf Ihren Besuch.

Geöffnet ist der Markt samstags von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr.  Der Eintritt ist frei und ein kleines Café ist auch vorhanden.

(mehr …)

Die Leonhardsvorstadt – unser erster Stadtspaziergang 2018

Februar 2018

Bereits Ende des 14. Jahrhunderts entstand als erste geplante Stuttgarter Stadterweiterung die Leonhardsvorstadt. Sie ist der einzig erhaltene Rest

Haus mit Scheinmalerei

des mittelalterlichen Stuttgarts und umfasste das heutige Bohnenviertel und das Leonhardsviertel. Beide Quartiere haben heute trotz der gemeinsamen Herkunft einen völlig unterschiedlichen Charakter, der von berüchtigt bis beschaulich/romantisch reicht. Doch gerade diese Mischung hat ihren besonderen Reiz.

Den Stadtspaziergang leitet Robert Tetzlaff. Bitte an bequeme Schuhe denken, es hat teilweise Kopfsteinpflaster.

 

Termin: Samstag, 10. März 2018, 15 Uhr.  – Treffpunkt: Vor dem Haupteingang der Leonhardskirche. Dauer: ca. 2 Stunden. Teilnahmegebühr: 10,00 EUR pro Person

Anmeldung erbeten unter 0711 24 62 38 oder kontakt@buch-plakat.de

Für Gruppen kann selbstverständlich auch ein Extra-Termin vereinbart werden.

Ostereier-Markt 2018 im Fruchtkasten des Klosters Maulbronn

Februar 2018

Am Samstag, 24. Februar und Sonntag 25. Februar 2018 sind wir wieder mit einer Auswahl unserer Bücher zu Gast im Fruchtkasten des Klosters Maulbronn. Über 50 Eier-Künstler*innen aus verschiedenen  Ländern Europas präsentieren ihre meist zerbrechlichen Eier-Kunstwerke, die in ganz unterschiedlichen Techniken gearbeitet sind. Aber es gibt nicht nur Eier, sondern auch frühlingshafte Gestecke, Gläsernes und Dekoratives.

Wir selbst präsentieren natürlich Bücher, die von der traditionellen Häschenschule über moderne Kinder- und Jugendbücher bis zu hochwertiger Literatur reichen. Auch die beliebten Oster-Guckkästchen sind wieder dabei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch am Stand!

c: Panthermedia.net/egal

Der Markt öffnet samstags um 10 Uhr und endet um 18 Uhr, am Sonntag ist von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 EUR, Kinder unter 14 Jahren sind frei.

„S‘ ist ein übles Land hier“ – Oder?

Januar 2018

Holzschnitzarbeit Namibia
c: Bildagentur Panthermedia/
Beate Glinkemann

In den Jahren 1904 bis 1908 fand in Afrika ein grausamer deutscher Kolonialkrieg statt, der mit dem Völkermord an den Hereros und Namas endete. Drei Jahrzehnte bevor die nationalsozialistische Völkermordmaschinerie anlief, übten sich deutsche Soldaten im Genozid. Rund 100.000 Namibier wurden damals von deutschen Kolonialtruppen ermordet.

Generalleutnant Lothar von Trotha, der eine zeitlang den Oberbefehl über die deutschen Truppen im heutigen Namibia hatte, sagte unmissverständlich:

„Ich kenne genügend Stämme in Afrika. Sie gleichen sich alle in dem Gedankengang, dass sie nur mit Gewalt weichen. Diese Gewalt mit krassem Terrorismus und selbst mit Grausamkeit auszuüben, war und ist meine Politik. Ich vernichte die aufständischen Stämme in Strömen von Blut und in Strömen von Geld.“

Im Gegensatz zur bundesdeutschen Regierung hat sich die Familie von Trotha später bei den Nachfahren der Opfer entschuldigt.

Anhand von Zeitzeugenberichten und literarischen Texten wollen wir dieses (fast) vergessene dunkle Kapitel unserer deutschen Geschichte in Erinnerung rufen. Die Texte spricht Barbara Stoll. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg statt.

Termin: Samstag, 03.02.2018, 15 Uhr. Ort: Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, 70182 Stuttgart (Bohnenviertel) – der Eintritt ist frei.