Texte zum Stichwort ‘Exil’

Hermynia Zur Mühlen – Die rote Gräfin (1883 – 1951)

März 2011

Ein Vortrag von Monika Lange-Tetzlaff und Robert Tetzlaff

Termin: Freitag, 25.03.2011, Beginn: 19:30 Uhr, Ort: Laden, Wagnerstr. 43 im Stuttgarter Bohnenviertel – Der Eintritt ist frei!

Die österreichische Schriftstellerin Hermynia Zur Mühlen zählt zu denjenigen Schriftstellerinnen, die Nazi-Deutschland verlassen mussten und nach dem Ende des Faschismus in ihrer alten Heimat nicht wieder den Bekanntheitsgrad erreichten, den sie einmal vor der Machtergreifung des Faschismus innehatten. (mehr …)

Jo Mihàly

Juni 2010

Scherenschnitt aus "Ballade vom Elend"

Jo Mihàly, die eigentlich Elfriede Kuhr heißt, gehört zu den vergessenen Künstler- und Schriftstellerinnen, die während des Nationalsozialismus emigrieren mussten und die heute kaum noch jemand kennt.

 Jo Mihàly wählte ihren Künstlernamen ganz bewusst: sie erlebte als Kind die Diffamierung der Sinti und Roma, damals Zigeuner genannt, und gab sich aus Sympathie für diese Minderheit das Pseudonym, das aus dem Ungarischen stammt.

Elfriede Kuhr wurde am 25.04.1902 in Schneidemühl (Posen) geboren und wuchs behütet auf bis der Erste Weltkrieg auch ihre kleine Welt zerstörte. Wie viele andere auch wurde Jo Mihaly durch den Krieg politisiert und setzte sich ungewöhnliche Ziele. Sie wollte Tänzerin werden und wurde schließlich Ausdruckstänzerin. Ihre Tänze hießen z. B. „Mütter“ oder „Das Antlitz des Krieges“. Aber sie hatte verschiedene Talente, die sie zu nutzen verstand. Ihre Erfahrungen auf der Landstraße und mit dem Vagabundenleben fasste sie in der „Ballade vom Elend“, einem Gedicht zusammen, das sie mit eigenen Scherenschnitten illustrierte. Sie veröffentlichte weitere Gedichte in Gregor Gogs Vagabundenzeitschrift „Der Kunde“. (mehr …)