Texte zum Stichwort ‘Nationalsozialismus’

Esther Bejarano: eine mutige Kämpferin gegen den Faschismus ist tot!

August 2021

Am 10. Juli 2021 verstummte die mutige Kämpferin und Shoah-Überlebende, Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren für immer. Sie wird uns fehlen und es wird schwer werden, diese Lücke zu füllen. Sie kämpfte gegen Unrecht an, wo immer und in welcher Form es auftrat. Ein wichtiges Anliegen der letzte Jahre war ihr, dass der 8. Mai zur Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges als Tag der Befreiung, nicht als Tag der Niederlage begangen wird und zwar in Form eines Feiertags. Diesem Wunsch sollten wir Nachdruck verleihen, denn es wäre ein Zeichen, dass in unserer Gesellschaft ein Umdenken begonnen hat, das dringend notwendig ist.

Esther Bejarano sprach als Zeitzeugin und Mahnerin auch immer wieder vor Schulklassen und stellte dabei fest:

«Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt. Ihr müsst alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.»

In ihren Erinnerungen (17,- EUR) beschreibt sie ihr ereignisreiches Leben, von ihrer Kindheit über ihre schreckliche Zeit in Auschwitz, ihren Aufenthalt in Palästina bis hin zu ihren Auftritten mit der Rap-Band Microphon Mafia. Es ist ein Buch, das betroffen macht und zugleich auch Mut! Von einer anderen Seite zeigt sich Esther Bejarano in dem Gedichtband „Gedichte und Gerichte“, der Gedichte von Esther Bejarano und von ihren Freunden vereint sowie Rezepte zum Nachkochen (20,- EUR).

Wer sich besonders für das Mädchenorchester in Auschwitz interessiert, dem sei das Buch von Fania Fénelon: „Das Mädchenorchester von Auschwitz“ empfohlen (10,- EUR).

Alle genannten Titel können Sie bei uns bestellen (zuzügl. 2,- EUR Versandkosten im Inland).

Unsere Angebote im Juli 2021

Juni 2021

Verstummte Stimmen – Stuttgarter Theater im Nationalsozialismus

Auch wenn heute kaum jemand mehr darüber spricht, wurden auch am Stuttgarter Staatstheater jüdische Künstler/-innen ein Opfer der nationalsozialistischen Rassepolitik. Dies betraf sowohl Solisten als auch Chormitglieder, Sänger-/innen, Tänzer/-innen wie Suse Rosen, Schauspieler wie Fritz Wisten oder Regisseure wie Harry Stangenberg.

Von der nationalsozialistischen Rassepolitik waren natürlich auch Künstler an anderen Theatern betroffen wie z. B. Claudius Kraushaar, der ehemalige Intendant des Theaters in der Kleinen Königstraße. Aber auch aus politischen Gründen erhielten Künstler/-innen ein Wirkungsverbot. Der gesamte Kultur- und Bildungsbereich unterlag wie andere Lebensbereiche der faschistischen Politik und wurde systematisch geknebelt.

Obwohl heute Gedenktafeln und Stolpersteine an einige der verfolgten Künstler/-innen erinnern, sind sie heute doch weitgehendst vergessen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir an sie und ihr Wirken erinnern und dem Vergessen entgegentreten. Manches aus ihrem Schaffen hat auch die Nachkriegszeit geprägt ohne dass dies wahrgenommen wurde.

Zeitdokumente und literarische Texte aus der Zeit , von der Schauspielerin Barbara Stoll gesprochen, runden die Veranstaltung ab.

Textzusammenstellung: Monika Lange-Tetzlaff unter Mitarbeit von Robert Tetzlaff.

Termin: Freitag, 02.07.2021 – 19 Uhr, Veranstaltungsort: Bürgerräume Stuttgart West, Otto Herbert Hajek-Saal, Bebelstr. 22, 70193 StuttgartDer Eintritt ist frei!

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg e.V. statt. Bitte melden Sie sich an, wenn Sie teilnehmen möchten. Anmeldung und Information bei: Buch & Plakat, Telefon: 0711 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de

Im Moment ist für eine Teilnahme noch ein tagesaktueller Test, eine vollständige Impfung oder ein Nachweis, dass man genesen ist, notwendig. Das kann sich bei sinkenden Inzidenzen jedoch noch lockern. Bitte achten Sie auf Hinweise in der Presse.

Im Juli bieten wir Ihnen auch zwei Stadtspaziergänge an:

Samstag, 03.07.2021 – 15 Uhr: Die Gänsheide und ihre Villen. Treffpunkt: Stadtbahn-Haltestelle „Bubenbad“ in der Anlage. Dauer: Ca. 2 – 2,5 Stunden. Teilnehmerbeitrag: 10 EUR/Person (zahlbar vor Ort)

Samstag, 24.07.2021 – 15 Uhr: Der Hoppenlau-Friedhof. Treffpunkt: Eingang beim Max-Kade-Haus in der Holzgartenstraße. Dauer: Ca. 2 Stunden. Teilnehmerbeitrag: 10 EUR/Person (zahlbar vor Ort)

Auf dem Hoppenlau-Friedhof

Beide Stadtspaziergänge leitet Robert Tetzlaff.

Bitte melden Sie sich an, wenn Sie teilnehmen möchten. Anmeldung und Information bei: Buch & Plakat, Telefon:0711 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de

Im Rahmen von „Kultur für Alle“ werden von uns zwei Freikarten für Inhaber/-innen der BonusCard + Kultur zur Verfügung gestellt. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an!

Bitte denken Sie an bequeme Schuhe und eventuell auch an Sonnenschutz und/oder ein Getränk.

 

 

Friedrich Schlotterbeck – ein Stuttgarter Widerstandskämpfer

November 2019

An den mutigen Stuttgarter Widerstandskämpfer Friedrich Schlotterbeck erinnert eine Veranstaltung im

„Hotel Silber“ am Samstag, 30.11. 2019 um 19 Uhr

Aram Hess, ein Mitglied der Familie Schlotterbeck und die Historikerin Elfriede Samo stellen das bewegte Leben von Friedrich Schlotterbeck vor und lesen aus seinen im Exil entstandenen Erinnerungen, die unter dem Titel „…Je dunkler die Nacht … Erinnerungen eines deutschen Arbeiters 1933- 1945″ im Schmetterling Verlag jetzt neu aufgelegt wurden.  Aber auch das Leben und Wirken von Friedrich Schlotterbeck nach Kriegsende 1945 in Stuttgart kommt nicht zu kurz.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit Haus der Geschichte, Die AnStifter, NaturFreunde Stuttgart, VVN/BdA Baden-Württemberg und der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. Der Eintritt ist frei!

Die Erinnerungen von Friedrich Schlotterbeck sind an diesem Abend vor Ort am Büchertisch erhältlich (gebundener Ladenpreis: 22,00 EUR). Gerne senden wir Ihnen den Titel auch zu (plus 1,80 EUR Versand). Am Büchertisch finden Sie auch weitere Bücher zum Thema.

22,- EUR

Die Weiße Rose – Der Widerstandskreis um die Geschwister Scholl

Januar 2013

Bis heute zählt die „Die Weiße Rose“ zu den bekanntesten Widerstandsgruppen gegen den Nationalsozialismus. Vor allem das Schicksal von Hans und Sophie Scholl, die am 22. Februar 1943 von den Nazis ermordet wurden, bewegt die Menschen bis heute.

 Anhand von Briefen, Zeitzeugenberichten und literarischen Zeugnissen wollen wir an die Jugendlichen und ihren Kreis erinnern. „Die weiße Rose“ wurde für viele zum Symbol eines anderen, besseren Deutschlands.

 Termin: Freitag, 22. Februar 2013 – Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Buch & Plakat – Antiquariat, Wagnerstr. 43, 70182 Stuttgart

Der Eintritt ist frei!

Literatur als Widerstand – ein Vortrag zum Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai

April 2012

Die Romane und Erzählungen emigrierter Schriftsteller/-innen leisteten häufig ihren Beitrag zur Förderung und Stärkung des aktiven Widerstands gegen das Naziregime. Hier sei vor allem Anna Seghers großartiger Roman „Das siebte Kreuz“ genannt oder auch Hermynia Zur Mühlens „Unsere Töchter, die Nazinen“.

 Aber auch in Nazi-Deutschland selbst entstanden unter schwierigsten Bedingungen zahlreiche wichtige Werke, die zum Widerstand ermutigen wollten wie z. B. Jan Petersens Roman „Unsere Straße“, der in einem Berliner Arbeiterviertel spielt. Im Konzentrationslager Buchenwald entstand „Esther“, eine Erzählung von Bruno Apitz und im KZ Bürgermoor „Die Moorsoldaten“, deren Lied heute fast zum „Traditional“ geworden ist.

 Gerade die frühen Veröffentlichungen (Unsere Straße, Moorsoldaten) hatten eine wichtige aufklärerische Funktion, da sie das wahre Gesicht des Nationalsozialismus entlarvten und so die Notwendigkeit des Widerstands deutlich machten.

Termin: Freitag, 27.04.2012, Beginn: 19:30 Uhr, Ort: Buch & Plakat – Antiquariat, Laden, Wagnerstr. 43, 70182 Stuttgart-Mitte (Bohnenviertel) – Eintritt frei!

Und plötzlich waren die Nachbarn weg …

November 2011

Am 1. Dezember 1941 fuhr der erste Deportationszug von Stuttgart nach Riga und transportierte rund 1000 jüdische Mitbürger/-innen in den Tod. Dieser Zug stellte den traurigen Auftakt für weitere Stuttgarter Deportationszüge auch nach Auschwitz und Theresienstadt dar.

 Anlässlich dieses traurigen Jubiläums wollen wir an diesem Abend an die Opfer erinnern und sie auch zu Wort kommen lassen (u. a. Inge Auerbacher).

Termin: Freitag, 25.11.2011 – Beginn: 19:30 Uhr

Ort: Buch & Plakat – Wagnerstr. 43, 70182 Stuttgart

Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher/-innen!

Ausstellungstipp: Dorf unterm Hakenkreuz

Juni 2010

So heißt eine Ausstellungsreihe, die die sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg diesen Sommer und Herbst präsentieren. 

Das Museum in Beuren auf der Schwäbischen Alb zeigt den Teil „Nur Mütter im Vaterland?“, der die Rolle der Frau auf dem Land im Nationalsozialismus thematisiert. (mehr …)