Thema ‘Allgemein’

Unsere Angebote im Juli 2021

Juni 2021

Verstummte Stimmen – Stuttgarter Theater im Nationalsozialismus

Auch wenn heute kaum jemand mehr darüber spricht, wurden auch am Stuttgarter Staatstheater jüdische Künstler/-innen ein Opfer der nationalsozialistischen Rassepolitik. Dies betraf sowohl Solisten als auch Chormitglieder, Sänger-/innen, Tänzer/-innen wie Suse Rosen, Schauspieler wie Fritz Wisten oder Regisseure wie Harry Stangenberg.

Von der nationalsozialistischen Rassepolitik waren natürlich auch Künstler an anderen Theatern betroffen wie z. B. Claudius Kraushaar, der ehemalige Intendant des Theaters in der Kleinen Königstraße. Aber auch aus politischen Gründen erhielten Künstler/-innen ein Wirkungsverbot. Der gesamte Kultur- und Bildungsbereich unterlag wie andere Lebensbereiche der faschistischen Politik und wurde systematisch geknebelt.

Obwohl heute Gedenktafeln und Stolpersteine an einige der verfolgten Künstler/-innen erinnern, sind sie heute doch weitgehendst vergessen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir an sie und ihr Wirken erinnern und dem Vergessen entgegentreten. Manches aus ihrem Schaffen hat auch die Nachkriegszeit geprägt ohne dass dies wahrgenommen wurde.

Zeitdokumente und literarische Texte aus der Zeit , von der Schauspielerin Barbara Stoll gesprochen, runden die Veranstaltung ab.

Textzusammenstellung: Monika Lange-Tetzlaff unter Mitarbeit von Robert Tetzlaff.

Termin: Freitag, 02.07.2021 – 19 Uhr, Veranstaltungsort: Bürgerräume Stuttgart West, Otto Herbert Hajek-Saal, Bebelstr. 22, 70193 StuttgartDer Eintritt ist frei!

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg e.V. statt. Bitte melden Sie sich an, wenn Sie teilnehmen möchten. Anmeldung und Information bei: Buch & Plakat, Telefon: 0711 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de

Im Moment ist für eine Teilnahme noch ein tagesaktueller Test, eine vollständige Impfung oder ein Nachweis, dass man genesen ist, notwendig. Das kann sich bei sinkenden Inzidenzen jedoch noch lockern. Bitte achten Sie auf Hinweise in der Presse.

Im Juli bieten wir Ihnen auch zwei Stadtspaziergänge an:

Samstag, 03.07.2021 – 15 Uhr: Die Gänsheide und ihre Villen. Treffpunkt: Stadtbahn-Haltestelle „Bubenbad“ in der Anlage. Dauer: Ca. 2 – 2,5 Stunden. Teilnehmerbeitrag: 10 EUR/Person (zahlbar vor Ort)

Samstag, 24.07.2021 – 15 Uhr: Der Hoppenlau-Friedhof. Treffpunkt: Eingang beim Max-Kade-Haus in der Holzgartenstraße. Dauer: Ca. 2 Stunden. Teilnehmerbeitrag: 10 EUR/Person (zahlbar vor Ort)

Auf dem Hoppenlau-Friedhof

Beide Stadtspaziergänge leitet Robert Tetzlaff.

Bitte melden Sie sich an, wenn Sie teilnehmen möchten. Anmeldung und Information bei: Buch & Plakat, Telefon:0711 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de

Im Rahmen von „Kultur für Alle“ werden von uns zwei Freikarten für Inhaber/-innen der BonusCard + Kultur zur Verfügung gestellt. Bitte geben Sie dies bei der Anmeldung an!

Bitte denken Sie an bequeme Schuhe und eventuell auch an Sonnenschutz und/oder ein Getränk.

 

 

Unsere Veranstaltungen im Juni 2021

Mai 2021

Wir freuen uns über die Lockerungen und können  nun wieder Veranstaltungen und Stadtspaziergänge durchführen, wenn auch mit Auflagen. Für alle Veranstaltungen gilt, dass eine Anmeldung bei uns (Buch & Plakat) zwingend erforderlich ist. Stand 29.05.2021 können an den Stadtspaziergängen nur max. 5 Personen aus 2 Haushalten teilnehmen. Außerdem können Personen, die vollständig geimpft (2 Impfungen plus 14 Tage Karenzzeit) oder genesen sind teilnehmen. Bitte einen Nachweis mitbringen!

Am Samstag, 12. Juni 2021 um 15 Uhr steht der Stadtspaziergang“Der Hoppenlau-Friedhof“ auf dem Programm.

Auf dem Hoppenlau-Friedhof

Der Hoppenlau-Friedhof

Der Hoppenlau-Friedhof zählt zu den schönsten und interessantesten Friedhöfen in Stuttgart. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie z. B. der Dichter Gustav Schwab oder die Scherenschneiderin Luise Duttenhofer haben dort ihre letzte Ruhe gefunden. Weniger bekannt ist, dass auch ein Israelitischer Friedhofsteil dazu gehört. Die Führung leitet Robert Tetzlaff.

Männer bitte Kopfbedeckung mitbringen! Bitte beachten Sie, dass u. U. Teile des Friedhofs wegen Restaurierungsarbeiten nicht besucht werden können. Begrenzte Teilnehmerzahl!

Treffpunkt: 15 Uhr beim Eingang beim Max-Kade-Haus in der Holzgartenstraße,  70174 Stuttgart. Teilnehmerbeitrag: 10,-EUR/Person (zahlbar vor Ort). Im Rahmen von „Kultur für Alle“ werden zwei Freikarten für Inhaber/-innen der BonusCard + Kultur zur Verfügung gestellt.

Endlich kann auch unsere erste Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“  stattfinden:

Sonntag, 13. Juni 2021 – 15 Uhr: Die Kaullas: von Madame Kaulla bis zur Frauenrechtlerin Anna Ettlinger

Madame Kaulla

Die erste Veranstaltung „Die Kaullas – von Madame Kaulla bis zur Frauenrechtlerin Anna Ettlinger“ stellt die Familie Kaulla in den Mittelpunkt, die ein wirtschaftlicher Motor für die Entwicklung von Württemberg, insbesondere von Stuttgart, war. 1802 wurde das erste Stuttgarter Bankhaus von den Geschwistern Kaulla gegründet. Weitläufig verwandt mit der Familie Kaulla war auch die Frauenrechtlerin Anna Ettlinger, die ein selbstbestimmtes Leben für Frauen forderte, was damals ein ungeheures Ansinnen war.  Umrahmt werden soll die Veranstaltung mit Gedichten und Prosatexten aus der Zeit der Kaullas. Nicht verschwiegen wird, dass eine Nachfahrin dieser Familie, nämlich Margarete von Kaulla 1942 nach Ravensbrück deportiert und dort ermordet wurde. Die literarischen Texte aus der Zeit und die Zeitzeugenberichte liest die Schauspielerin Barbara Stoll.

Geänderter Veranstaltungsort: Leonhardskirche am Leonhardsplatz, Stuttgart – Mitte, Haltestelle „Rathaus“.

Der Eintritt ist frei! Anmeldung zwingend erforderlich!

Gleich eine Woche später, am Sonntag, 20.06.2021 – 15 Uhr findet die zweite Veranstaltung dieser Reihe statt:

Alles koscher!?

Gerhard Polacek
Foto: Eric Danzinger

Diese Veranstaltung befasst sich mit dem jüdischen Humor in Form von Witzen und Anekdoten, die der österreichische Schauspieler Gerhard Polacek präsentieren wird.

Der jüdische Humor ist oft eine Kritik an Verhaltensmustern der Mitmenschen und fast immer auch eine Verteidigung der Menschlichkeit gegen jede Ideologie, Gewalt und Engstirnigkeit. Damit unterscheidet er sich grundlegend von sogenannten „Stammtischwitzen“. Die Auseinandersetzung mit dem jüdischen Witz macht deutlich, dass Humor und Lachen nicht auf Kosten anderer gehen muss, sondern durchaus auch Selbstkritik sein kann. Umgekehrt soll durch die Beschäftigung mit dem jüdischen Humor auch deutlich gemacht werden, wie verletztend  und plumb die üblichen Witze oft sind. Angesprochen werden Personen, die sich für jüdische Literatur, hier speziell für Autoren wie z. B. Scholem Alejchem interessieren und Personen, die sich mit Fragen des Humors und seiner Wirkungsweise auseinandersetzen.

Veranstaltungsort: Bischof-Moser-Haus, Wagner-Str. 45, 70182 Stuttgart – Der Eintritt ist frei! Anmeldung zwingend erforderlich!

Beide Veranstaltungen werden vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert! Herzlichen Dank dafür! Für alle Veranstaltungen gilt:

Bitte beim Veranstalter unter Angabe einer Telefonnummer, unter der Sie auch kurzfristig erreichbar sind, anmelden: Buch & Plakat, Tel. (0711) 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de und denken Sie bitte an eine medizinische Maske.

 

150 Jahre Pariser Commune

April 2021

Ganz aktuell: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg und der DGB Stadtverband Stuttgart zeigen im Willi-Bleicher-Haus (Bambussalon) bis zum 31.07.2021 eine Ausstellung zur Pariser Commune, die kostenlos und mit Abstand während der Öffnungszeiten des Willi-Bleicher-Hauses besichtigt werden kann oder online: https://bw.rosalux.de/fileadmin/ls_bw/dokumente/Ausstellung_150_Jahre_Pariser_Commune.pdf

Am 18. März 1871 wurde in Paris die Commune ausgerufen, ein Meilenstein der demokratischne Bewegung. Die Pariser Commune war die erste Arbeiterregierung überhaupt. Möglich war dies geworden, weil in Frankreich damals ein Machtvakuum herrschte: der Deutsch-Französische Krieg war noch nicht durch einen Friedensschluss beendet, lediglich ein Waffenstillstand war vereinbart worden. Seit Anfang Oktober 1870 wurde immer nachdrücklicher die Forderung nach Errichtung einer Commune laut. Die Massen erhofften sich durch die Commune eine deutliche Verbesserung ihrer sozialen Lage und das Ende der Bedrohung durch die preußisch-deutschen Truppen. Zunächst gelingt es dem französischen Präsidenten Trochu sich an der Macht zu halten, wenn auch z. T. mit unlauteren Mitteln. Bis Ende Januar 1871 starben in Paris über 32.000 Einwohner*innen auf Grund der miserablen Versorgungslage. Anfang Februar erschien an den Litfasssäulen ein rotes Plakat, dessen letzte Forderung lautete:

Allgemeine Requisition, unentgeltliche Lebensmittelverteilung, Massenangriff! Das Urteil über die Strategie und Verwaltung vom 4. September, Erbe des Kaiserreiches, ist gefällt. Platz dem Volk! Platz der Commune!“

Die Stimmung wurde durch die Preußisch-deutschen Truppen Anfang März angeheizt, die mit 30.000 Soldaten die Champs-Elysées in siegerposse entlang marschierten. Die Notlage der einfachen leute verschärfte sich durch die von der Regierung verfügte Aufhebung der Mietstundung und durch die Einstellung der Besoldung der Nationalgarde. Die Mehrheit der Nationalgarde setzte die Wahl eines Zentralkomitees durch, aus dem sich rasch das Führungsorgan der Linken entwickelte. Der Versuch der Armee, die Kanonen der Nationalgarde am 18. März 1871 im Schutz der Dunkelheit zu stehlen, scheiterte an der Wachsamkeit der Bevölkerung.

Militärische Bekleidungen der Communarden*innen
Quelle: Wikipedia

Die Commune führte eine ganze Reihe wichtiger Neuerungen ein. Darunter

  • Die Commune vollzog die Trennung von Staat und Kirche
  • machte die Schulen für Kinder aller Schichten zugänglich
  • verkürzte die Arbeitszeit von 16 auf 10 Stunden
  • stellte leerstehende Gebäude Obadchlosen zur Verfügung
  • gab den Frauen das Recht auf Arbeit und auf gleichen Lohn
  • Verbot der Nachtarbeit für Bäckergesellen
  • Verbot von Geldstrafen und Lohnabzügen

Auch im Ausland wurde die Ereignisse um die Commune aufmerksam zur Kenntnis genommen. So kam es u.a. im April 1871 zu einer Solidaritätskundgebung Londoner Arbeiter im Hyde Park. Natürlich blieb auch die Gegenseite nicht untätig. Bereits wenige Tage nach Proklamation der Commune wurde in Versailles eine Armee zur Bekämpfung der Communarden aufgestellt. Auch von Preußen freigelassene französische Kriegsgefangene wurden hier als Soldaten eingesetzt. Anfang April begann der blutige Zug der Versailler gegen die Commune.  Es gelang ihnen, die Verbindungswege zwischen Paris und der Provinz, die für die Versorgung der Hauptstadt wichtig war, zu kappen. Auch wenn die Communarden viele militärische Auseinandersetzungen gewinnen konnten, blieben am Ende die Versailler, nicht zuletzt durch die ausländische Unterstützung, die Sieger. Bereits nach wenigen Wochen kam das Ende der ersten Arbeiterrepublik: am 28. Mai 1871 wurde die Commune militärisch niedergeschlagen und die letzten 160 Communarden an der Mauer des Friedhofs ‚Père Lachaise‘ erschossen.

Doch der Gedanke einer demokratischen und sozialen Republik ließ sich nicht mehr aus der Welt schaffen. Ihr folgten nach dem ersten Weltkrieg zahlreiche Versuche, eine Räterepublik aufzubauen.

Sie finden bei uns auch Literatur über die die Pariser Commune: (mehr …)

Corona und kein Ende: Terminverschiebungen

März 2021

Unsere Hoffnungen auf einen raschen und breiten Impfstart und ein gelockertes Frühjahr sind nun erst mal hinfällig:

Fest steht: bis mindestens 18. April (und vermutlich noch länger) können leider keine Veranstaltungen und Stadtspaziergänge stattfinden. Das heißt konkret:

Unser Büchertisch im Foyer des Willi-Bleicher-Hauses anlässlich der Ausstellung über Rosa-Luxemburg ist vorerst eingestellt. Wir hoffen natürlich, dass wir ihn nach dem 18. April wieder aufnehmen können.

Der Stadtspaziergang am 20.03.2021 „Spuren jüdischen Lebens rund ums Hospitalviertel“  fällt aus, ebenso am 10.04.2021  „Spuren jüdischen Lebens rund ums Stuttgarter Rathaus“. Ob am 24.04.2021 der Stadtspaziergang „Jüdische ‚Displaced Persons‘ im Stuttgarter Westen“ durchgeführt weden kann, ist sehr fraglich. Anmeldungen dafür nehmen wir aber entegen.

Unsere Veranstaltung „Die Kaullas – von Madame Kaulla bis zur Frauenrechtlerin Anna Ettlinger“ (geplant für 28.03.2021) mit der Schauspielerin Barbara Stoll am 28.03.2021 muss leider auf Sonntag, 13.06.2021  – 17 Uhr verschoben werden. Wir hoffen, dass wir diesen Termin halten können.

Auch unsere Veranstaltung „Verstummte Stimmen“, die wir in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung durchführen, haben wir inzwischen verschoben. Sie soll nun am Freitag, 02.07.2021 um 19 Uhr im Bürgerzentrum West stattfinden.

Bleiben Sie gesund!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Rosa Luxemburg!

März 2021

c: wikipedia

Achtung: Coronoabedingt haben wir den hier erwähnten Büchertisch vorläufig eingestellt! Wir hoffen, dass wir ihn bald wieder aufnehmen können! Gerne senden wir Ihnen Bücher von unserer Literaturliste auf Rechnung zu.

Am 5. März jährt sich der Geburtstag von Rosa Luxemburg zum 150. Mal. Ihr Erbe ist das Eintreten für den Sozialismus, für soziale Gleichheit (da sind wir auch heute noch meilenweit entfernt), für individuelle Freiheit und demokratische Selbstbestimmung. Sie engagierte sich gegen Militarismus und Nationalismus.

Anlässlich ihres Geburtstages wird im Willi-Bleicher-Haus (= Gewerkschaftshaus) in Stuttgart-Mitte (Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart) vom 5. März bis 30. April die Ausstellung „Rosa Luxemburg- ein Leben für die sozialistische Idee“ gezeigt.  Verantwortlich für die Ausstellung sind die Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg e.V. und der DGB Kreisverband Stuttgart. Das Willi-Bleicher-Haus ist von Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung gibt es auch ein digitales Beiprogramm, das Sie auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg finden: https://bw.rosalux.de/ finden.

Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung partiell, d. h. an einzelnen Terminen, mit einem Büchertisch begleiten dürfen. Die Termine finden Sie hier: Termine_Maerz_Bueti.   Falls Sie sich für die präsentierten Titel interessieren, aber nicht vor Ort sein können, senden wir Ihnen die Bücher gerne auch zu. Hier unsere vorläufige Übersicht der angebotenen Bücher: Literaturliste_Ausstellung_Rosa_L Literaturliste_Ausstellung_Rosa_L (Zwischenverkauf vorbehalten!). Bestellen können Sie per E-Mail (kontakt@buch-plakat.de) oder auch telefonisch (0711 24 62 38).

Neustart Stadtspaziergänge noch offen

Februar 2021

Auf Grund der aktuellen Corona-Situation können wir leider nicht wie geplant am 6. März mit unseren Stadtspaziergängen starten.  Die Leonhardsvorstadt, also Leonhardsviertel und Bohnenviertel, war für diesen Termin geplant. Wir werden nun abwarten, bis die Runde der Ministerpräsidenten/-innen und die Kanzlerin am 3. März erneut tagen und hoffen, dass es dann eine Art „Fahrplan“ gibt, der es uns ermöglicht, einen neuen und zuverlässigen Termin festzulegen. Wir werden den neuen Termin natürlich hier auch veröffentlichen. Sie können sich aber auch unverbindlich vormerken lassen (per Telefon 0711 24 62 38 oder E-Mail: kontakt@buch-plakat.de).  Einen Teil des Stadtspaziergangs, nämlich das Bohnenviertel, können Sie auch durch unser Buch kennenlernen (Bohnenviertel. Streifzüge im Herzen von Stuttgart), das Sie zum reduzierten Preis von 8,-00 EUR bei uns erwerben können (zuzügl. Versand 2,00 EUR im Inland).

Verstummte Stimmen – Stuttgarter Theater im Nationalsozialismus: Terminänderung

Januar 2021

Verstummte Stimmen – Stuttgarter Theater im Nationalsozialismus

Auch wenn heute kaum jemand darüber spricht, wurden auch am Württembergischen Staatstheater Künstler/-innen ein Opfer der nationalsozialistischen Kulturpolitik. Überwiegend betraf dies jüdische Mitglieder des Staatstheaters. Betroffen waren sowohl Solisten als auch Chormitglieder, Sänger/-innen, Tänzer/-innen wie Suse Rosen, Schauspieler wie Fritz Wisten oder Regisseure wie Harry Stangenberg.

Natürlich waren auch Künstler/-innen an anderen Theatern wie z. B. Claudius Kraushaar, der ehemalige Intendant des Theaters in der Kleinen Königstraße, von der nationalsozialistischen Rassepolitik betroffen. Auch aus politischen Gründen erhielten Kunstschaffende ein Wirkungsverbot. Der gesamte Kultur- und Bildungsbereich unterlag wie andere Lebensbereiche der faschistischen Politik und wurde systematisch geknebelt.

Trotz einiger Gedenktafeln und Stolpersteine, die an die verfolgten Künstler/innen erinnern, sind die meisten von ihnen weitgehendst vergessen. Mit unserer Veranstaltung wollen wir an sie und ihr Wirken erinnern und dem Vergessen entgegentreten. Gleichzeitig zeigen wir auf, dass der Antisemitismus lange vor den Nazis eine starke zerstörerische Kraft war und man es damals leider versäumte, ihr energisch entgegen zu treten.

Die Schauspielerin Barbara Stoll spricht die Zeitdokumente. Textzusammenstellung: Monika Lange-Tetzlaff und Robert Tetzlaff.

Da der Lockdown deutlich verlängert wurde, konnten wir den urspürnglichen Termin für unsere Präsenzveranstaltun (26.01.2021) nicht halten. Deshalb haben die Rosa-Luxemburg-Stiftung und wir deshalb einen neuen Termin nach Ostern festgelegt und hoffen, dass wir diesen Termin halten können: Freitag, 16. April 2021 – 19 Uhr im Bürgerzentrum West (Bebelstr, 22, 70193 Stuttgart).

Aber wir werden Ihnen vorab einen kleinen Einblick in die Veranstaltung geben und zwar per Video, das Sie am 27.01.2021 – 19 Uhr, also zum Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz mit diesem Link  https://youtu.be/6Pv9iDM4ccA auf youtube abrufen können. Danach finden Sie das Video (Spieldauer ca. 22 Minuten) auf dem youtube-Kanal der Rosa-Luxemburg-Stiftung: http://www.youtube.com/user/rosaluxBW

Gesunde und erholsame Festtage

Dezember 2020

Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen ganz herzlich bedanken, die uns dieses Jahr die Treue gehalten und uns auf vielfältige Weise unterstützt haben. Für uns alle war es kein einfaches Jahr und es sieht so aus, als ob der Start ins Jahr 2021 ebenfalls schwierig wird. Ein Lichtblick sind die nun beginnenden Impfungen und wir hoffen, dass sie die gewünschte Wirkung zeigen.

Doch nun wünschen wir Ihnen, dass Sie die Feiertage trotz aller Einschränkungen in Ruhe und gesund genießen können.

Christmas snowy night in the village
c: panthermedia.net

Ausstellung: «200 Jahre Friedrich Engels – Argumente eines Kritikers»

November 2020

Postkarte zur Ausstellung

Friedrich Engels, der am 28. November 1820 in Barmen bei Wuppertal geboren wurde, wird meist nur als Weggefährte und Sponsor von Karl Marx wahrgenommen. Tatsächlich verfasste er eine ganze Reihe wichtiger Schriften, die nicht nur Karl Marx beeinflusst haben, sondern auch spätere Generationen. Friedrich Engels schrieb aber nicht nur, sondern er beteiligte sich auch praktisch an der Revolution 1848 und musste auch deren Niederschlagung 1849 miterleben.

c: Robert Tetzlaff

Ab Montag, 23.11.2020 18 Uhr kann im Stuttgarter Gewerkschaftshaus (Willi-Bleicher-Str. 20, Stuttgart-Mitte)) eine umfassende Ausstellung zu Leben und Werk von Friedrich Engels besichtigt werden.  Zugänglich ist die Ausstellung bis zum 22.01.2021 von Montag bis Freitag jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr. Coronabedingt wird es leider keine Vernissage geben, dafür aber einen Podcast. Die Ausstellung kann auch digital besichtigt werden unter:

https://bw.rosalux.de/news/id/43139/ausstellung-200-jahre-friedrich-engels-argumente-eines-kritikers?cHash=7fddea221d1b13a8af38ddacb6bb188c

Wer sich die Ausstellung vor Ort im DGB-Haus anschaut, findet dort an der Theke eine Liste mit passenden Titeln aus unserem Bestand. Diese Liste können Sie auch hier aufrufen  Katalog_Engels und die Titel bei uns bestellen. Unseren Büchertisch vor Ort mussten wir leider abbauen, da zu viele Bücher mitgenommen und nicht bezahlt wurden.

c: Robert Tetzlaff

Übersicht über unsere Stadtspaziergänge 2021

November 2020

Stuttgart Skyline

Wir wissen natürlich nicht, was das Jahr 2021 uns tatsächlich bringen wird, aber wir hoffen, dass es besser wird als das noch laufende Jahr 2020, zumindest was die Corona-Pandemie angeht. Wir nützen die Zeit und planen unsere Veranstaltungen und Stadtspaziergänge für 2021. Das Programm unserer Stadtspaziergänge ist nun fertig und Sie finden die neue Übersicht hier. Natürlich werden wir wie gewohnt kurz vor den jeweiligen Terminen noch Einzelausschreibungen veröffentlichen. Hier die Jahresübersicht 2021: Uebersicht_Stadtspaziergaenge_2021